24/07/15

19 Uhr

/

WECHSELSPIEL ZWISCHEN HANDWERK &

FREIEM SPIEL

DER IDEEN

 

Vernissage

Sommerakademie „Holzschnittdruck“

(18.—25.07.)

 

 

Magdalene Bischinger,

Bielefeld, und teilnehmende Künstlerinnen aus mehreren Bundesländern

 

 

 

Bild: Mit dem künstlerischen

Holzschnittdruck lassen sich

verlorene Spuren wieder

aufnehmen und neue Spuren

legen — die Künstlerin und

Kunsterzieherin, Magdalene

Bischinger gibt ihre

Erfahrungen im Holzschnitt-

druck an Interessierte weiter.

 

Eine Woche lang dreht sich in der Kulturscheune im Sande alles um eine spezielle Art des Holzschnittdrucks. Aus mehreren Bundesländern kommen Künstler und Kunstinteressierte zusammen, um sich — von der Atmosphäre der Kulturscheune Neuendorf im Sande und der Landschaft inspiriert — dem uralten Handwerk des künstlerischen Holzschnittdrucken zu widmen. Die Leitung der Sommerakademie liegt in Händen der studierten Innenarchitektin und Kunsterzieherin, Magdalene Bischinger aus Bielefeld. Bereits in ihrem Elternhaus kam sie mit dem Werkstoff Holz in Berührung. Der Vater übte als gelernter Tischler sein Handwerk auf dem elterlichen Hof aus. So konnte Magdalene Bischinger von Kindesbeinen an dem Vater über die Schulter schauen, behilflich sein und schließlich auch selber

die Tischlerlehre erfolgreich absolvieren. Ende der sechziger Jahre begeisterte sie sich für architektonische Fragen und war am Aufbau der Planstadt und ihres heutigen Heimatortes Sennestadt bei Bielefeld beteiligt, bevor sie sich der Kunst als Vermittlerin und als freischaffende Künstlerin widmete.

 

Beim Holzschnittdruck handelt es sich um eine Kunstform, dessen Reiz für den Macher als auch den Betrachter genau in diesem Wechselspiel zwischen handwerklichen Techniken und dem freien Spiel der Ideen liegt. Ist die Grundidee für eine Arbeit gelegt, folgen unzählige Arbeitsschritte, die es erlauben, das eigene Konzept mit den Möglichkeiten des Kunstdrucks auszuweiten, zu verändern oder sogar zu verwerfen. Es ist ein fortwährendes Improvisieren zwischen den eigenen Ansprüchen und den sich ergebenden Möglichkeiten beim Fertigen des Druckstockes, beim Auftragen der Farben und beim mehrmaligen Druckvorgang. Danach lässt sich allerdings nichts mehr korrigieren — als Künstler lebt man mit dem Risiko der in jedem Arbeitsschritt getroffenen Entscheidungen. Die zugrunde liegende Technik ist die des sogenannten „verlorenen Druck-stocks“. Hier bedient man sich der verlorenen Form als künst-lerisches Mittel. Der Druckstock wird geschnitten, danach in einer Farbe abgedruckt. Danach wird an dem Druckstock weiter geschnitten und mit einer anderen Farbe über den ersten Druck gedruckt. Dabei wird das grafische Motiv weiterentwickelt. Dieser Vorgang kann öfters wiederholt werden. Am Ende ist der Druckstock aufgebraucht. Die entstehenden Drucke sind

damit nicht mehr wiederholbar und der Druckstock für immer „verloren“.

 

In einer abschließenden Ausstellung werden die Ergebnisse der diesjährigen Sommerakademie der Öffentlichkeit präsentiert.

Zur Vernissage am 24. Juli, um 19 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen.

 

Bildunterschrift: Mit dem künstlerischen Holzschnittdruck lassen sich verlorene Spuren wieder aufnehmen und neue Spuren legen – die Künstlerin und Kunsterzieherin, Magdalene Bischinger gibt ihre Erfahrungen im Holzschnittdruck an Interessierte weiter.

 

willKommen

proGramm

zwischen / raum

theaterAtelier

kulturScheune

verein

kurzBiografien

newsLetter

kontakt & impressum